Eingebettet in die Bedürfnisse größerer Verwaltungssysteme bilden die damals zahlreichen Besitzerwechsel im Ortskern Wildalpen deutlich seine Version persönlicher Kämpfe um ein Bestehen in der Moderne ab.

 Möglicherweise beeinflussten die Umdisponierung der Ressourcennutzung dieser Region zugunsten einer II. Wiener Hochquellleitung den ersten wirtschaftlichen Erfolg des Anwesens. Die Zukeusche (Nr. 170), die heute vom Grundriss her noch an ein Bahnhofsgebäude erinnert, wurde als solcher nie eröffnet. Zugunsten der Schonung der Quellgebiete und der Sicherstellung der Wasserqualität für die Wiener Wasserversorgung wurde die zuvor großflächig betriebene Rinderzucht nach und nach verboten, gleichzeitig blieben die Eisenbahn und damit erhoffte Gäste ebenfalls fern. Das Ende des 19. Jahrhunderts war eine Zeit der Umstrukturierung der gesamten Region, Umsiedelungen, zum Teil nachdem Häuser gebrannt haben, gesetzliche Enteignung und menschliche Überlebenskämpfe sind heute nur noch anhand dokumentarischer Zeugen zu rekonstruieren; wie die verzweifelten und jahrelang andauernden Kämpfe der Flößer aufgrund ihrer Sorge um ihre zukünftigen Berufschancen, welche als „Salzasyndikat“ in die Geschichte der Region Eingang gehalten haben. Ihre Angst um das Aussterben ihres Berufes war durchaus berechtigt, vermutlichaber nicht nur aufgrund des sinkenden Wasserstandes auf der Salza, als direkte Folge für den täglichen Abtransport von Trinkwasser für die Versorgung der Hauptstadt Wien. Eine Zeit, gekennzeichnet von wirtschaftlicher Unsicherheit und gesellschaftlichem Umbruch und dennoch geprägt durch Themen, wie sie auch heute aktueller denn je sind – der Frage nach dem Umgang mit und der Verteilung von Ressourcen.